Philocafe

Aus Ein Think-Thank von Xenophily.Eu
Wechseln zu: Navigation, Suche

Was ist ein Philocafe?

Das Philocafe ist ein fester Bestandteil meiner Philosophischen Praxis. Grundsätzlich gehen ich im Philocafe davon aus, dass jeder Teilnehmer selbst die sozial-philosophischen Fragen sinnvoll beantworten kann, von denen sein Zusammenleben abhängt. Dennoch kann es unter Umständen wichtig sein, sich nicht nur seiner Meinung/ Glauben/ Wissen zu vergewissern, sondern einen Schritt zurück zu machen und Begrenzungen, Bedingungen, Rationalität und Ideologie in den Blick zu nehmen. Die gepflegte und offenen Diskussionskultur im Philocafe soll zur die zur Entwicklung, zum Lernen und zur Erforschung der individuellen Sinnhaftigkeiten anregen. Als Ziele lassen sich benennen:

  • Selberdenken
  • Mitdenken
  • Weiterdenken

Die Badische Zeitung schreibt Im Jahr 2010 über das Philocafe: "Im philosophischen Café mit Nils Adolph muss niemand mit Philosophennamen um sich werfen oder sich durch lange, trockene Texte quälen. Hier haben alle was zu sagen: In Debatten über Beamte und Arbeitslose, Natur und Kultur. Lauter Themen der "richtigen" Philosophen – und mitten aus dem Leben." (Hier können Sie den gesamten Artikel in der Badischen Zeitung online lesen.)

Aktuell findet das Philocafe jeweils am 3. Sonntag im Monat, ab 15:00Uhr, in der Pro Seniore Residenzbibliothek (Maxim-Gorkij-Straße 2) statt. Wenn per E-Mail über die aktuellen Themen und Termine informiert werden wollen können sie hier den monatlichen Rundbrief abonnieren oder die gesammelten Rundbriefe der xenophilen Agentur hier online einsehen.

Ablauf eines Philocafes

Meistens beginnen wir mit einem kleinen Impulsvortrag von mir oder einem der Teilnehmenden. Daran schließen wir eine erste Gesprächsrunde an, die eher theoretischen Charakter hat und weniger stark die individuellen Empfindlichkeiten einbezieht. Weitere Impulsvorträge können folgen. Nach Eintritt erster Ermüdungserscheinungen haben wir oft eine kurze Pause verabredet. Daraufhin ist dann meistens ein eher persönlicher Gesprächsteil gefolgt, in dem durchaus gewollt Erfahrungen aus subjektiver Perspektive ausgetauscht wurden.

Bruchlos wie der Impulsvortrag zu Beginn aus den Gesprächen der langsam eintröpfelnden Teilnehmenden folgt, beenden wir das Philocafe manchmal zwischen Tür und Angel im Stehen. Wir haben uns jedoch gelegentlich auch schon zu KneipenphilosophInnen gemacht und dann den Erfahungsaustausch weiter vertieft.

  • Wer kommt zum Philocafe?

Vom Herrn Professor bis zum Harz 4er, von der Kampflesbe bis zum braven Hausmütterchen, selten unter 25 Jahre alt, die meisten ab 50 Jahre oder n gutes Stück drüber.

  • Wer organisiert das Philocafe

Den Organisationsaufwand teil ich mir mit der Pro Seniore Residenz Freiburg. Kannst aber gerne n'paar Keksle, Blumen oder was zu Trinken mitbringen.

  • Wer moderiert das Philocafe:

Wiederum ich. Habe aber immer liebe TeilnehmerInnen dabei, die mich beim gelegentlichen Abheben gerne und galant unterstützen.

Themen des Philocafes

Bisherige Philocafes
Reihe Titel Themen Datum Nummer
XII Wohnen und wohnen lassen
  • (September 2018)
  • (Oktober 2018)
  • (November 2018)
9/2018 - 111 -
XII Welch Geist durchhaust unser Zeitalter? 4/2017 - 4 /2018 100 - 110
XI Kritische Philosophien 9/2015- 3/2017 87-99
X Philosophie der Lebenskunst 5/2014-7/2015 71-86
IX Glaubt, glaubt sonst sind wir verloren! 10/2013- 4/2014 64- 70
VIII Ein eigenes Zimmer, gibt's nicht für jeden und nicht immer 1/2013-9/2013 53-63
VII Gemeinwohl für Alle! 4/2012- 11/2012 44-52
VI Phylocafe
  • Gelassenheit zwischen Herkunft und Zukunft (26.1.2012)
  • Kritik als soziale Praxis (29.3.2012)
  • Humor ist wenn man trotzdem lacht (24.2.2012)
1/2012-3/2012 40-43
V Fenster durch die Gesellschaft 8/2011-1/2012 35 - 40
IV Liebe Fremde, Heimat! 2/2011-6/2011 30 - 34
III Gutes Leben für Alle
  • Lesekurs Nietzsches Zarathustra (18.11.2010)
  • Freundschaft und Vertrauen (13.7.2010)
  • Prinzip Verantwortung (15.6.2010)
  • Dialektik der Aufklärung (11.5.2010)
  • Lügen und Wahrheit (13.4.2010)
  • Prinzip Hoffnung (16.3.2010)
  • Macht und Freiheit (23.2.2010)
  • Verdinglichungskritik (26.1.2010)
1/2010-11/2010 22 - 29
II Gegenwärtige Geschichte der Philosophie
  • Rousseau und Spinoza sind zu weit gegangen (17.11.09)
  • Morus und Hobbes eine Krise zwei Lösungen (13.10.2009)
  • Augustinus vs. Maciavelli (22.9.2009)
  • Die tote Hose in Aristoteles Ethik und Politik (16.6.2009)
  • Sokrates, Platon und das Ei (19.5.2009)
11/2009-5/2009 17 - 21
I Sozialphilosophie
  • Negative Dialektik (21.4.2009)
  • Hoffnung (10.3.2009)
  • Philosophien der Liebe (18.2.2009)
  • Interkulturelle Philosophie (17.12.2008)
  • Erinnerung (19.11.2008)
  • Dialektik der Aufklärung (28.7.2008)
  • Autorität und Zwang (18.9.08)
  • Lüge, Moral und Werte (28.7.08)
  • Lüge und Wahrheit (9.7.2008)
  • Angst und Mut (18.6.2008)
  • Freiheit II (21.5.2008)
  • Freiheit I (23.4.2008)
  • Heimat- Fremde (19.3.2008)
  • Vertrauen (20.2.2008)
  • Freundschaft und Vertrauen (16.1.2008)
  • Philosophencafe - Warum und Wie? Freundschaft (5.12.2007)
12/2007- 4/2009 1 - 16

Geschichte des Philocafes

Im Dezember 2007 für mich das Philocafe eingerichtet. Es ist mir eine offene und unersetzliche Diskussionrunde geworden und monatlich meine gute Gelegenheit zu echter Selbstaufklärung: Emanzipation, Ermündigung und Entwicklung.

Hier habe ich eine damalige Einführung in die Philosophische Praxis dokumentiert.


Der Begründer der Philosophischen Cafe Tradition, Marc Sautet, hat sich in seinem Buch: Ein Café für Socrates[1], wie folgt geäußert:

"[M]an redet nicht, um die anderen zum Schweigen zu bringen, sondern um mit ihnen nachzudenken; man spricht nicht von sich, um von sich selbst zu erzählen, sondern um eine Meinung zu vertreten und sie allen zur Prüfung vorzulegen." (Sautet 1999: 36)
"Unerläßliche Voraussetzung: die Rede nicht mir Begriffen überladen, die den meisten Menschen unzugängich sind, und den gesunden Menschenverstand nicht verachten; die persönliche Erfahung zu Wort kommen lassen, und den >>Klienten<< ermutigen, sich auf unbekannte Gebiete zu wagen" (Sautet 1999: 65.)
"Die Grundidee meiner Praxis[...]: es meinen Klienten zu ermöglichen, die philosophische Reflexion wieder aufzunehmen, deren Unterbrechung oder Fehlen meiner Meinung nach ein großes Unglück sein kann." (Sautet 1999: 83)

Referenzen

  1. Sautet, M. ([1995] 1999): Ein Café für Sokrates. Philosophie für jedermann.[Un café pour Socrate] Goldmann